Borreliose
cover horizontal rule

Presseartikel "Rötung als Borreliose Alarmsignal"

press img

Erschienen am 12.5.2010
(Quelle: Der Neue Tag, Weiden)

Rötung als Borreliose-Alarmsignal

Dr. Lothar Kiel spricht bei Frauenbund St. Marien über Folgen von Zeckenbissen

Sulzbach-Rosenberg. (wbe) Wer bringt seine unerklärliche Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme, Depressionen, Gelenkschmerzen oder eine Hauterkrankung schon mit einem Zeckenbiss in Verbindung? In seinem Vortrag beim Katholischen Frauenbund St. Marien nannte Dr. Lothar Kiehl Borreliose eine "chaotische" Krankheit, da die Krankheitsbilder sehr verschieden sein können.

Wochen und Monate, sogar Jahre vergehen bisweilen von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung. Diese kann scheinbar vollständig verschwinden und erst viel später, möglicherweise erst nach Jahrzehnten, richtig ausbrechen.


Jede vierte Zecke
In jedem Jahr werden Menschen in allen Regionen Deutschlands millionenfach von Zecken gestochen. Im Durchschnitt trägt jede vierte Zecke den Erreger der Lyme-Borreliose in sich und kann sie bei einem Stich auf den Menschen übertragen. Der weitaus größte Teil der Borrelien-Infektionen wird vom körpereigenen Immunsystem bereits im Ansatz besiegt. Nur ein kleiner Teil entwickelt sich weiter. Ein typisches Zeichen dafür ist eine meist handtellergroße Rötung im Bereich der Stichstelle oder an einer anderen Stelle des Körpers (Wanderröte).


Schwere Erkrankungen
Trotzdem sind viele schwere Erkrankungen möglich, die oft nicht mit einem Zeckenbiss in Verbindung gebracht werden und daher oft sehr spät erkannt werden. Dr. Kiehl erklärte, dass es nach wie vor keine wirksame Impfung gegen Borreliose gäbe, jedoch mit ausgewählten Antibiotika gute Erfolge erzielt werden können.

Je früher eine Therapie durchgeführt wird, desto größer ist der Heilungserfolg und trägt dazu bei, spätere Komplikationen zu verhindern. Im Anschluss an seine Ausführungen beantwortete Dr. Kiehl viele Fragen zu diesem höchst aktuellen Thema.