Borreliose
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Blutegeltherapie - eine alte Heilmethode

Bei einer Therapiesitzung mit Blutegel werden im Schnitt 4-6 Blutegel angesetzt. Viele Patienten berichten bei einem Biss des Blutegels von einem geringen Schmerz wie von einem Mückenstich.
Nach dem Biss empfinden die Patienten die Behandlung als wohltuend. Der Blutegel spritzt während des Saugens Hirudin in die Wunde, danach wird das Blut verdünnt, die Durchblutung gefördert und Krämpfe gelöst. Der Blutegel wirkt entzündungshemmende.

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Die Blutegeltherapie wird angewandt bei:

  • Beschwerden bei Krampfadern
  • Rheuma und Arthrose
  • Thrombosen u. Hämatome, Quetschungen und Prellungen
  • Venenentzündungen, Sportverletzungen
  • Abszesse und Furunkel
  • Spannungskopfschmerzen

Gegenanzeigen einer Blutegeltherapie:

  • Pat. mit Gerinnungsstörung oder Einnahme von Blutverdünnung
  • Allergien gegen das Sekret des Blutegels
  • Immunsupression
  • Starke Blutungen
  • Einnahme von quecksilberhaltigen Medikamenten
  • Leichte Blutarmut
  • Vermehrte Narbenbildung des Patienten
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schlechter Allgemeinzustand
  • Säuglinge oder Kleinkinder sollten nicht behandelt werden
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Ablauf der Therapie:

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Nach einer Durchblutungsförderung der Ansatzstelle durch Anwendung von Wärme, werden die Blutegel an der gewünschten Stelle aufgesetzt. Nach dem Biss saugt der Blutegel im Schnitt zwischen 30 und 60 Minuten. Der Saugvorgang darf nicht künstlich abgebrochen werden, da die Gefahr besteht, dass der Egel gequetscht wird und Mageninhalt in die Wunde gelangt. Hier besteht das Risiko einer Wundinfektion. Wenn der Blutegel vollgesaugt ist, fällt er von alleine ab.
 
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Während des Saugens spritzt der Blutegel sein Sekret mit dem gerinnungshemmeden Hirudin in die Wunde. Nach der Therapie tritt in eine Nachblutung ein, die bis zu 24 Stunden anhält, die Wunde reinigt und ein Bestandteil der Therapie darstellt. Es ist wichtig einen sterilen, möglichst saugfähigen, lockeren Verband anzubringen. Die Wunde sollte in den 24 Stunden kontrolliert werden. Der Effekt der Therapie wird durch die Entstauung während der Nachblutung noch erhöht.
 
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Die Behandlung mit Blutegeln ist eine sehr alte Behandlungsmöglichkeit die bis heute nicht eindeutig vollständig erforscht ist und üblicher Weise nicht mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die Tiere werden in speziellen Farmen gezüchtet und über die Apotheke bezogen. Die Blutegel dürfen wegen möglicher Übertragung und HIV und Hepatitis nur einmal verwendet werden.