Borreliose
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Borreliose - und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

In der Gesundheitspraxis mit Schwerpunkt Borreliose Weiden/Vohenstrauß Oberpfalz (Alternative Naturheilverfahren, alternative Schmerztherapie, Traditionelle Chinesische Medizin) werden Borreliosepatienten mit einem, seit Jahren bewährten therapeutischen Konzept, umfassend betreut.

In diesem Therapiekonzept steht die schulmedizinische Behandlung mittels hinreichender und ausreichender Antibiotikatherapie im Vordergrund (Leitlinien DBG u. ILADS).

Borreliosepatienten erleiden über Jahre hinweg vor, während und leider häufig auch nach schulmedizinischer Behandlung schwere körperliche und seelische Beeintächtigungen. Der Wunsch nach ergänzenden, auch alternativen Heilmethoden ist nur zu verständlich und nachvollziehbar. Allerdings sollte es sich hierbei um bewährte, unschädliche, nachweisbar wirksame Heilmethoden handeln, die zudem nachvollziehbar und kontrollierbar angewendet werden können. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) erfüllt diese Voraussetzungen.

Grundsätzlich behandelt die TCM nach vorliegendem Syndrom, das heißt aktuelle Symptomatik, Geschichte der Symptomatik, Konstitution, Möglichkeit der Einflussnahme auf die vorliegenden Disharmoniestrukturen. Behandlungsmethoden aus der TCM wie Akupunktur, vor allem Kräuterbehandlung, chinesische Ernährungslehre, Tuina- Meridianmassagen, Atemtechniken, Entspannungsmethoden (Qi Gong, Yoga etc.) kommen zur Anwendung.

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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

IIndividuelle Therapien bei Infektionskrankheiten beziehen sich traditionell überwiegend auf akute Geschehnisse, so lange der krankmachende Faktor (der Erreger) sich in der äußersten Schicht des Körpers befindet. Zu chronischen Infektionskrankheiten finden sich nur wenige spezifische Kräuterbehandlungskonzepte. Dies erklärt sich dadurch, dass chinesische Kräuter ihre Wirkung eher langsam entfalten und die Patienten häufig zu Zeiten ohne Antibiotika schneller verstarben als die Kräuter wirken konnten. Dennoch findet man aus der neueren TCM wertvolle Hinweise für wirksame Kräuter bei Erkrankungen wie Syphyllis, Tuberkulose und Pest (Yersinien-Infektion). Neue Recherchen ergaben, dass 1986 erste Borrelioseerkrankungen in China nachgewiesen wurden.

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Sicher auch erst deshalb, weil von da an moderne Labor- und Liquordiagnostik möglich waren. 2003 zeigten sich in 18 chinesischen Provinzen mehrere 1000 Fälle von nachgewiesener Borreliose. Soweit mir bekannt, wurden mindestens 4 Serotypen der Borreliose festgestellt. Wenn man die gesundheitspolitischen Strukturen in China kennt, weiß man dass diese Untersuchungen und Nachweise nur Stichprobenartig erfolgen können.

Das bedeutet, dass die Zahl infizierter Chinesen exorbitant hoch sein muss. In den 90er Jahren begann man am Institut of Material Medica an der Chinese Medical Academie in Peking mit pharmakologischen Forschungen über mögliche Wirksamkeit von TCM Kräutern bei Spirochäteninfektionen. Die Leptospirose beispielsweise ist eine von Spirochätenbakterien ausgelöste Infektionskrankheit, deren Symptomatik und Verlauf in China schon vor 300 Jahren beschrieben und mit spezifischen Kräutern relativ erfolgreich behandelt wurde. Die damals wie heute noch, eingesetzten Kräuter zeigen eine teilweise erstaunlich gute Wirksamkeit. Das gilt z. B. für Herba Houttuyniae mit einer pharmakologisch nachgewiesenen in vitro letalen Dosis (LD) von mehr als 50% (Dr. Zhang).

Infektionsablauf der Borreliose aus Sicht der TCM:
6-Schichten Modell

 
  • Syndrom


Akute Yang-Fülle
  • Taiyang
  • Shaoyang
  • Yangming


Chronischer Yin-Mangel
  • Taiyin
  • Shaoyin
  • Jueyin
  • "Lokalisation" der Erkrankung
  • Außen
  • Halb außen, halb innen
  • Innen
  • Außen
  • Halb außen, halb innen
  • Innen

Nach dem 6-Schichten-Modell dringt ein äußerer krankmachender Faktor (Bakterium, Virus, Borrelien, Yersinien etc. welcher Erreger wird nicht unterschieden) in den Körper ein, überwindet die äußere Schicht (Wei-Qi-Schicht) und je nach Abwehrlage oder Wei-Qi-Abwehrkraft des betroffenen Menschen dringen diese Erreger erkannt oder unerkannt (schulmedizinisch " Immunsystem") bis in die tiefste Schicht. Borrelien haben eben die Eigenschaft nahezu unbemerkt in die tiefste Schicht des Körpers einzudringen. In dieser tiefsten Schicht, der so genannten Jue-Yin-Schicht befinden sich unsere Energiereservelager, unser Yin. Dieses Yin wird von den Erregern, in diesem Fall von den Borrelien, aufgebraucht u. verzehrt. Dies bringt den betroffenen Menschen in ein Ungleichgewicht von Yin und Yang.

Was ist Yin und was ist Yang?

Yin ist das nährende, das Blut, das mütterliche, das weibliche. Yang ist das Helle, das Aufwärtssterbende, das wachsende Naturprinzip, das männliche. Dieser manchmal auch sehr schnell fortschreitende Yin-Zerstörungsmechanismus bewirkt einen Mangel an diesem Yin. Dies hat gerade bei raubendem pathogenen Faktor zunächst einen so genannten Blutmangel (rein chinesisch zu sehen, kein wirklicher messbarer Blutmangel)zur Folge. Außerdem entsteht ein überschüssiges Yang.

Diese infektionsbedingte Disharmonie ermöglicht eine Vielzahl von borreliosetypischen Symptomen. Durch den Yin-Blutmangel werden unsere Muskel, Sehnen u. Gelenke nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Es kommt zu Mangelblockaden mit Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen ohne schulmedizinisch auffällige Entzündungszeichen (Beispiel: negatives CRP, unauffällige BSG). Schulmedizinisch nahezu nicht erklärbar, in der TCM ein bekanntes Disharmoniemuster. Weitere Auswirkungen dieses relativen Blut- u. Yin-Mangels zeigen sich in Shen-Störungen. Unter Shen werden alle mentale, geistige Fähigkeiten und Erscheinungsformen eines Menschen zusammengefasst. Shen ist unser Geist u. wohnt nach chinesischer Auffassung im Herzen.

Shen benötigt für sein Wohlbefinden ausreichend Herzblut =Herz-Yin. Dieser Geist-Shen (unser Denken, Fühlen, unsere Persönlichkeit) fühlt sich zunehmend unwohl in seiner Haut, zeigt depressive Züge und ist innerlich nervös und angespannt.

Folgende Symptome sind Hinweise: Schwindel, Konzentrations- u. Merkstörungen, benebelt sein. Auch wechselnde Missempfindungen in Extremitäten werden in der TCM-Literatur als Folge eines Yin-Mangel beschrieben. Es handelt sich allerdings nicht um eine klassische Depression, die in der chinesischen Medizin eine Menge "Schleim" voraussetzt. Dies könnte erklären warum Antidepressiva bei Borreliosepatienten kaum Wirkung zeigen. Wird eine Depression im Sinne der chinesischen Medizin diagnostiziert, besteht in aller Regel eine massive "Schleimansammlung" mit Ablagerung im Herzen u. somit Benebelung des Geist-Shen. In solchen Fällen wirken schulmedizinisch Antidepressiva und auch eine schleimtransformierende Therapie nach traditioneller chinesischer Medizin.

yin

YIN

= Frau, empfangend, Körpervorderseite, -inneres, Untere Körperhälfte, Speicherorgan Zang, Organstruktur,Blut, Körperflüssigkeit, Knochen
 

yin

YANG

= Mann, schöpferisch, Körperrückseite, -äußeres, Obere Körperhälfte, Hohlorgan Fu, Organfunktion, Qi, Haut, Muskulatur